Was alte Hunde brauchen

Wann ist ein Hund alt? Wie alt wird ein Hund? Fragen, mit welchen  sich nicht nur Hundehalter, sondern auch Menschen, die erst planen sich einen Hund anzuschaffen, befassen sollten. Ein Hund bleibt Freund und Begleiter über viele Jahre hinweg. Alte Hunde benötigen vor allem Verständnis und Fürsorge. Wie sieht das genau aus?

Ein alter Dackel liegt entspannt auf einer Decke.

Wie alt ein Hund wird hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer davon ist die Größe des Tieres. Kleine Hunde werden im Allgemeinen deutlich älter, als mittlere oder große. Ein Dackel hat eine Lebenserwartung von rund 15 bis 17 Jahren. Eine Dogge wird sechs bis acht Jahre alt. Ein kleiner Hund ist mit etwa acht Jahren ein Senior, ein großer meist schon ab fünf. An verschiedenen Merkmalen sind alte Hunde zu erkennen.

Typische Anzeichen des Alterns

Irgendwann kommt die Zeit, da wird der tierische Kamerad merklich langsamer, oder sagen wir gelassener. Er tollt nicht mehr so ausgiebig herum und faulenzt gerne einmal. Auch optisch verändert sich der Vierbeiner. Die Schnauze ergraut, das Fell wird stumpf. Alte Hunde sind nicht mehr so aktiv, der Geruchssinn lässt nach – somit hat haben alte Hunde meist weniger Appetit. Oftmals verändern Vierbeiner gänzlich ihre Schlaf- und Wachzeiten.

Ein wirklich alter Hund

Ein sehr alter Hund kann womöglich orientierungslos wirken, er erkennt ihm bekannte Menschen nicht, folgt seinem Herrchen oder Frauchen nicht mehr, zieht sich zurück, ist unruhig, manchmal gereizt. Tagsüber ist er müde und schläft viel, nachts dagegen ist er öfter wach. Viele alte Hunde haben Husten, manchmal Verstopfungen, Blähungen oder sonstige Verdauungsprobleme. Manch ein alter Hund ist versehentlich unsauber oder sogar inkontinent. Mit Verständnis, Geduld und Fürsorge treten Hundehalter dann ihrem Vierbeiner gegenüber. Der Tierarzt muss den alten Hund auf mögliche Erkrankungen untersuchen. Er checkt alle organischen Funktionen, schaut in die Augen,  Ohren und prüft die Zähne.

Was braucht ein alter Hund?

Hundehalter können durch eine gesunde Ernährung ihres Hundes dazu beitragen, dass der treue Freund glücklich altert. Durch mineralstoff- und vitaminreiches Futter wird das Immunsystem gestärkt, die Organfunktionen bleiben länger erhalten, Haut, Gelenke und Zähne gesund, das Fell glänzend. Das Fell muss gebürstet werden, dabei sollte die Haut angesehen werden. Sind Hautveränderungen erkennbar, muss diese ein Tierarzt unter die Lupe nehmen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert den alten Hund regelmäßig dem Tierarzt vorzustellen. Der Tierarzt macht einen Check-up und berät eingehend zum Thema Ernährung.

Spielen und lernen im hohen Alter

Damit ein alter Hund geistig fit bleibt, braucht er geeignete Denkspiele und auch sonst allerlei Beschäftigung. Auch alten Hunden kann man spielerisch Aufgaben stellen, für deren Lösung der Vierbeiner ein Leckerli bekommt. Lernen bis ans Lebensende ist auch bei Tieren möglich. Einfache Übungen und Tricks halten das Gehirn in Schwung. Viele Hunde spielen im Alter noch ganz gern. Durch hundegerechtes Spielzeug aller Art kommt keine Langeweile auf. Wann der Vierbeiner genug hat, merken Hundehalter schnell, dann ist Zeit für ein gemeinsames, erholsames Päuschen.

Hetz mich nicht!

Ein Hund sollte sich ein Leben lang bewegen – auch im Alter. Neben der gesunden Ernährung beugt ausreichend Bewegung dem Übergewicht vor. Denn Übergewicht kann Hunde träge und krank machen. Bewegung und frische Luft halten nicht nur Herz, Kreislauf und Gelenke in Schwung, sondern tun auch der Psyche des Tieres gut. Das richtige Maß ist hierbei wichtig. Der alte Hund gibt den Umfang und das Tempo vor.

Wir verstehen uns

Über viele Jahre hat sich zwischen Mensch und Hund eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut. Der Hund als treuer Freund und Begleiter hat es verdient, dass man ihm im Alter mit Verständnis und Rücksicht begegnet. Er wird eine große Lücke im Leben des Hundehalters hinterlassen, wenn er erst einmal nicht mehr da ist. (em)

Foto: © Oleksandra Sadovnykova – Fotolia

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