Streifenhörnchen begeistern seit Jahrzehnten

Filme wie „Ahörnchen und Behörnchen“ und „Alvin und die Chipmunks“ begeistern Jung und Alt. Frech und niedlich sind die kleinen, hübschen Streifenhörnchen. Auch unser Zuhause beleben die quirligen, vorwitzigen Nager aus Nordamerika seit vielen Jahrzehnten.

Streifenhörnchen – die vorwitzigen Nager

Streifenhörnchen – auch Backenhörnchen genannt – verdanken ihren Namen den fünf dunklen Streifen, die ihren Rücken zieren. Sie sind tagaktive Einzelgänger. Nur zur Paarung kommen Männchen und Weibchen kurzzeitig zusammen. Nach dreißig Tagen Tragezeit bringt das Weibchen vier bis fünf Junge zur Welt, die Innerhalb des ersten Lebensjahres geschlechtsreif werden. In freier Wildbahn werden die Streifenhörnchen nicht älter als drei Jahre, in der Sicherheit eines gemütlichen, großen Geheges erreichen die Tierchen ein Alter von bis zu zehn stolzen Jahren.

Streifenhörnchen in der Heimtierhaltung

Die kleinen Nagetierchen besitzen einen immensen Bewegungsdrang. In der Heimtierhaltung benötigen sie ein Gehege, das mindestens zwei Meter hoch und jeweils einen Meter in Tiefe und Breite groß ist. Hier gilt aber immer das Motto „Je größer, desto besser.“ Vor allem, wenn Du ein Streifenhörnchenpaar halten willst. Die beiden Tiere benötigen genügend Raum und Möglichkeiten, um für sich allein sein zu können.

Am Gehege sind zwei Seiten geschlossen und zwei offen. Die geschlossenen Seiten geben Sicherheit und zudem wichtigen Schutz vor Zugluft und Kälte. Die mit Maschendraht bezogenen Seiten geben den Streifenhörnchen die Möglichkeit sich in luftige Höhen vorzuarbeiten. Die süßen Nager sind passionierte Kletterer. Um ihnen das zu ermöglichen, richtest Du ihr Gehege mit allerlei Klettermöglichkeiten wie Ästen, Seilen und Röhren, Brettern und Hängematten ein. Daneben brauchen die Nager mehrere Häuschen, um sich als Einzelgänger jederzeit zurückziehen zu können. Eine Kiste zum Buddeln, Möglichkeiten zum Nagen und ein Salzleckstein ergänzen die Käfigeinrichtung.

So wird es den Streifenhörnchen nicht langweilig

Die flinken und lebendigen Streifenhörnchen brauchen immer wieder neue Beschäftigung, damit es ihnen nicht langweilig wird. Selbstgebaute Erdbäder und Höhlen werden gerne genutzt, Eierkartons und Toilettenpapierrollen dienen als Verstecke für kleine Leckereien. Das fördert und befriedigt ihren großen Beschäftigungsdrang.

Am besten bietest Du den kleinen Nagern in einem ruhigen Zimmer auch immer wieder genügend Freilauf. Achte aber darauf, zuvor mögliche Gefahrenquellen auszuschließen. Die neugierigen Nagetiere quetschen sich in jedes Loch. Daher sollten alle Ritzen und Schlupflöcher ausgestopft und verschlossen sein.

Die Nahrung der Nager besteht aus Nüssen, Körnern, Samen und Früchten. Sogar kleine Insekten werden nicht verschmäht. Allerdings neigen Streifenhörnchen zu Diabetes: Zuckerreiche Nahrung darfst Du daher nur sehr eingeschränkt anbieten.

Da Streifenhörnchen nicht zahm werden und von sich aus keine Beziehung zu ihrem Halter aufbauen, sind sie für Kinder als Spiel- und Schmusegefährten nicht geeignet. Ihr außergewöhnliches, drolliges Verhalten zu beobachten ist dennoch immer eine Freude.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *