Im Galopp durch die Natur

Wälder und Wiesen, Felder und Pfade machen Pferd und Reiter Spaß

©Martina Berg – stock.adobe.com

Reiten in der Halle und auf dem Reitplatz macht Spaß – reiten in der Natur jedoch, ist Freiheit pur! Am besten in der Gruppe, geht es durch die Natur. Sich durch schönste Landschaften tragen zu lassen – für geübte, erfahrene Reiter ist ein Ausritt einfach herrlich.

Sicher durch das Gelände

Bei aller Freude muss die Sicherheit für Pferd und Reiter stets gewährleistet sein. Ehe es los geht wird die Ausrüstung geprüft: Sattel, Trense, Reithelme, Sicherheitswesten, Stiefel und Kleidung. Findet der Ausritt in der Gruppe statt, muss meist paarweise geritten werden. Daher ist es wichtig abzusprechen, wer neben wem reitet, damit es unterwegs nicht zu Missverständnissen kommt. Am besten reiten sehr erfahrene Reiter am Ende der Gruppe, so haben sie immer den Überblick.

Los geht es in aller Ruhe

Das herrliche Gelände für den Ausritt befindet sich nicht immer direkt am Hof. Der Weg dorthin führt über asphaltierte Straßen und Wege, die grundsätzlich im Schritt geritten werden, um die Gelenke der Tiere zu schonen. Andere Verkehrsteilnehmer auf befahrenen Straßen können ein Pferd verunsichern. An Autos oder Traktoren muss ein Pferd behutsam gewöhnt werden, damit es nicht in Panik gerät. Also nicht gleich los und hinein in den Verkehr. Die Verständigung innerhalb der Reitgruppe gelingt durch Handzeichen, die alle Teilnehmer kennen sollten. Jeder Reiter muss mit seinem Pferd die zuvor vereinbarte Position halten. Pferde haben Energie und lieben es durch die Natur zu galoppieren.

Eintauchen in die Natur

Besonders Wälder machen Pferd und Reiter Spaß. Doch auch im Wald kann es zu unerwarteten Überraschungen in Form eines Rehs, Kaninchens, Radfahrers oder Spaziergängers mit Hund kommen. Dann heißt es Ruhe bewahren, dem Pferd das Gefühl der Sicherheit zu geben und es bestimmt zu lenken.

Weiter geht es im Galopp!

An geeigneten Stellen darf endlich galoppiert werden. Was für ein Vergnügen! Ein Wald- oder Forstweg, der weite Voraussicht bietet, ist dafür geeignet. Sollte unter den Pferden ein unerwartetes Wettrennen entstehen, ist Durchparieren angesagt. Die Gangart muss einfühlsam gewechselt werden. Jetzt darf nicht vergessen werden, was im Reitunterricht gelernt wurde. Auf das richtige Timing kommt es an. Das Parieren sollte am Ende des Galoppsprungs ausgeführt werden. Nur so kann der Übergang vom Galopp zum Trab gelingen.

Regeln für den Ausritt

Ein gemeinsamer Ausritt ist ein tolles Gemeinschafts- und Naturerlebnis. Doch dabei gelten Regeln, die es zu beachten gilt. Rücksicht auf die Natur und Mensch ist selbstverständlich.


Der Pferdesportverband Baden-Württemberg
hat hierzu geltende Regeln zusammengestellt:

 

  • Reiten im Straßenverkehr
    Reiter gelten auf Straßen und Wegen gemäß Straßenverkehrsordnung als Verkehrsteilnehmer und müssen die Verkehrsregeln beachten. Reiten auf Geh- und Radwegen ist nicht erlaubt. Pferde dürfen im Straßenverkehr nur von Personen geritten werden, die über eine gute reiterliche Grundausbildung verfügen. Mit dem Erwerb des Deutschen Reitpasses der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) erlangen Reiter das entsprechende Wissen und Können.
  • Reiten in der Natur
    In der Natur gelten das Naturschutz- und Landeswaldgesetz. Reiten ist nur auf mindestens drei Meter breiten Feld- und Wanderwegen oder auf ausgewiesenen Reitwegen erlaubt.
  • Reiten in Naturschutzgebieten
    Naturschutzgebiete sind an dem dreieckigen Schild mit grünem Rand und dem Schriftzug „Naturschutzgebiet“ zu erkennen. Reiten ist nur auf befestigten Wegen gestattet. Informationen geben Sie die zuständige Naturschutzbehörde oder das Forstamt.
  • Reiten im Biosphärengebiet Schwäbische Alb
    Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb besteht aus Kernzonen, Pflegezonen und Entwicklungszonen. In den Kernzonen ist das Reiten verboten. Dagegen ist in den Pflegezonen das Reiten auf den hierfür ausgewiesenen Wegen zulässig. Es gelten hier alle geeigneten Wirtschaftswege als zum Reiten ausgewiesen. Die Entwicklungszonen bilden den Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum für die Bevölkerung. Hier ist das Reiten unter Beachtung der Regeln der Straßenverkehrsordnung, des Naturschutzgesetzes und Landeswaldgesetzes gestattet. Für das Betreten des Geländes des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen gelten besondere Regelungen.
  • Reiten im Nationalpark Schwarzwald
    Das Betreten des Nationalparks Schwarzwald zum Zweck der Erholung und Bildung ist jedermann gestattet, soweit dadurch die Schutzzwecke des Nationalparks nicht beeinträchtigt werden. Im Nationalpark ist das Reiten nur auf den dem öffentlichen Verkehr gewidmeten oder hierfür ausdrücklich zugelassenen Straßen und Wegen gestattet.


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Reiten und Fahren auf Feld- und Waldwegen

Die wichtigsten Regeln für den Ausritt

 

 

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