Helden auf vier Pfoten

Rettungshunde finden Menschen in Not

Rettungshund, Deutsches Rotes Kreuz
© Karina LS / Fotolia

365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich, freiwillig und ehrenamtlich, stellen sich Hundeführer mit ihren bestens ausgebildeten Hunden zur Verfügung, um vermisste Personen zu suchen und Hilfe zu leisten.

In Göppingen steht eine Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bereit, welche derzeit über 12 geprüfte Flächensuchteams verfügt. Weitere befinden sich in Ausbildung. Aktuell werden zudem drei Mantrailer ausgebildet. Diese suchen im Gegensatz zum Flächensuchhund anhand eines Geruchsträgers ganz gezielt nach einer vermissten Person. Da Mantrailer die Geruchsspur von anderen Spuren unterscheiden und damit eindeutig identifizieren können, werden sie hauptsächlich in Stadtgebieten eingesetzt. Meist beginnt die Suche an dem Ort, an welchem sich die vermisste Person zuletzt aufgehalten hat.

„Wie wird man Rettungshund?“

Die Ausbildung zum Rettungshund kann schon im Welpenalter beginnen. Geeignet sind mittelgroße Hunde, die nicht älter als drei Jahre sind. Aufmerksame, aufgeschlossene und clevere Hunde, die gerne spielen und denen das Lernen leicht fällt, werden schnell in der Lage sein neue Aufgaben zu übernehmen.

Die Ausbildung dauert etwa zwei Jahre, während denen der Hund lernt Personen selbstständig in unübersichtlichem Gelände und dichten Waldgebieten zu finden und seinem Hundeführer zuverlässig anzuzeigen. Wird der Rettungshund fündig, zeigt er die Person meist durch Bellen, Rückverweisen oder Bringseln an.

Bellen, Rückverweisen oder Bringseln

Bellen bedeutet, dass der Rettungshund bei seinem Fund bleibt und solange bellt, bis der Hundeführer zur Stelle ist. Beim Rückverweisen läuft der Hund so lange zwischen seinem Fund und seinem Hundeführer hin und her bis dieser die Fundstelle erreicht. Beim Bringseln nimmt der Hund, nachdem er die gesuchte Person gefunden hat, einen bestimmten Gegenstand auf und bringt diesen zu seinem Hundeführer. Der Gegenstand wurde zuvor am Halsband des Rettungshundes befestigt.

Hundeführer müssen über ein fundiertes Wissen im Bereich der Ersthilfe verfügen. Sie absolvieren eine Sanitätshelfer-Grundausbildung. Dort lernen sie wie gefundene Personen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes versorgt werden. Außerdem lernen sie viel über die Einsatztaktik und den Umgang mit Karte, Kompass, GPS und Funk. Hilfreich sind auch Kenntnisse in Erster Hilfe am Hund sowie das Wissen über Erziehung, Pflege und Verhalten der Vierbeiner. Um in einem Rettungshunde-Team zum Einsatz zu kommen, muss zuvor eine Prüfung abgelegt werden, die alle 18 Monate erneuert wird.

Wenn Du das interessant für Dich und deinen Hund findest: Neue Hundeführer, die Interesse an dieser spannenden Arbeit haben, werden beim DRK immer gern gesehen. Aber bedenke: Die Hunde werden mindestens zweimal pro Woche trainiert. Dazu kommen theoretische Ausbildungen, Teilnahmen an Vorführungen und Infoständen, Sanitätsdienste und andere Einsätze.

Rettungshundestaffel Göppingen

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