Der Australian Shepherd – ein Porträt


Australian Shepherd Hund am Flussufer
Der Australian Shepherd ist ein wunderschöner Alleskönner.

Mehr über die bunt schillernde Schönheit

Der liebevoll „Aussie“ genannte Hund ist ein echter Blickfang! Ein mittelgroßer Hund, mit dichtem Fell in 16 Farbvarianten und auffallend schönen – teils sogar zweifarbigen – Augen.

So buntscheckig wie das Fell der Aussies sind auch die Theorien zur Herkunft dieser Rasse. In einem sind sich alle einig, nämlich dass die Hunde nicht – trotz ihres Namens – aus Australien stammen. Vermutlich entwickelte sich die Rasse Mitte des 19. Jahrhunderts auf Schaf-Farmen im Westen der USA aus verschiedenen Hunderassen .

Es war einmal …

Die irrige Namensgebung war wohl mehr der Aufgabe geschuldet, die der Aussie über lange Jahre zu erfüllen hatte. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts große Herden Merinoschafe – auch Australian Sheeps genannt – von Australien nach Amerika verschifft wurden, wanderten auch die baskischen Schäfer, zusammen mit ihren äußerst begabten Hütehunden, in die USA ein. Durch die vielfachen Talente dieser Schäferhunde und durch die Leichtigkeit bei der Ausbildung, entwickelten sie sich schnell zu unverzichtbaren Helfern für die Rancher und Farmer. Diese waren es letztlich auch, die für die Weiterentwicklung der Rasse und für die Erhaltung der wunderbaren Eigenschaften dieser Hunde sorgten. Neben ihrer Intelligenz, ihrer Hüte Instinkte, ihrer Wachsamkeit und ihres beeindruckenden Erscheinungsbildes, zeigten alle Australian Shepherds eine sehr hohe Anhänglichkeit, Loyalität und Treue gegenüber ihren Familien. Alle diese Eigenschaften führten dazu, dass sich der Australian Shepherd – zunächst nur als wertvoller Arbeitshund – immer größerer Beliebtheit erfreute.

Shorty und Stub – zwei waschechte Amerikaner

In den 50er und 60er Jahren tricksten und sprangen sich zwei Aussies in die Herzen von Millionen Amerikanern und Kanadiern. Durch Jay Sisler – einem Hundetrainer aus Idaho – erlangte der Aussie seine weltweite Bekanntheit. Mit seinen Hunden tourte er kreuz und quer durch die USA und Kanada und begeisterte Rodeobesucher mit einer Vielzahl beeindruckender Kunststücke seiner „trickdogs“. Shorty und Stub beherrschten viele faszinierende Tricks wie Seilspringen, auf Leitern klettern und wippen, auf den Hinterbeinen stehend auf Stangen balancieren und mehr. Sie waren so einzigartig und begeisternd, dass die Walt-Disney-Studios Mitte der 70er Jahre zwei Filme mit ihnen produzierten. Shorty zählt zu den bekanntesten und eindrucksvollsten Vorfahren des heutigen Australian Shepherds. Sowohl in Amerika, als auch in Europa.

In den 70er Jahren kam der Aussie nach Europa und mit ihm seine vielseitigen Begabungen. Aufgrund seines ausgeprägten Beschützerinstinkts und des beinahe fehlenden Jagdtriebs fand der Australian Shepherd immer mehr Anhänger unter den hiesigen Hundeliebhabern. Sein ausgeprägter Spieltrieb, seine schnelle Auffassungsgabe und seine große Sportlichkeit und Agilität machten ihn auch in Europa innerhalb kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Sport- Begleit- und Familienhunde.

Australian Shepherd – ein wundervoller Allrounder

Der Australian Shepherd ist der Sporthund schlechthin, denn er kann eigentlich alles. Sein enormer Arbeitswillen ist bezeichnend für die Rasse. Wer einen Australian Shepherd halten möchte, benötigt viel Zeit, Geduld und Empathie. Denn diese Hunde sind bis ins hohe Alter temperamentvoll, verspielt und arbeitsfreudig. Australian Shepherds benötigen daher dringend anspruchsvolle geistige und körperliche Auslastung, wenn sie nicht ihrer eigentlichen Arbeit – dem Hüten – nachgehen dürfen. Es genügt nicht, sie mit stundenlangem Joggen oder Radfahren müde zu machen, vielmehr muss ihr reger Geist beschäftigt werden. Anspruchsvolle Hundesportarten wie Agility, Obedience, Dogdancing, Frisbee, Treibball, Flyball & Co. sollten also mehrfach die Woche auf dem Aktivitätsplan stehen. Für die geistige Auslastung eignen sich zum Beispiel Nasenspiele wie Fährtensuche und Mantrailing oder die Ausbildung zu einem Reitbegleithund, einem Trickdog, einem Rettuns- oder Therapiehund. Ganz egal was – er ist ein echter Allrounder.

In der Ruhe liegt die Kraft

Trotz ihres Arbeitswillens benötigen Australian Shepherds regelmäßige Ruhephasen. Schließlich will und muss auch das Nichtstun – bei Hunden im Allgemeinen und Hütehunden im Speziellen – gelernt sein. Bei einem gesunden Gleichgewicht zwischen sinnvoller Beschäftigung und „verordneter“ Ruhe, werden Sie in einem Australian Sepherd einen glücklichen, ausgeglichenen Partner und besten Freund fürs Leben finden. (im)

Australian Shepherd Mini im Herbstlaub
Ein Australian Shepherd Mini. Die etwas kleinere, aber nicht weniger liebenswerte Variante eines Australian Shepherd.

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